Anmelden
Nächste Termine
- AStA-Sitzung(Sitzung)(Jetzt)
- Mathematik-Auffrischungskurs(Kursbetreuung)(5 Tage)
- SP-Sitzung(Sitzung)(7 Tage)
- One-day English Workshop - FÄLLT LEIDER AUS(Kursbetreuung)(14 Tage)
- Praxisseminar für Frauen: Innere Haltung – Äußere Wirkung (2-tägig)(Veranstaltung)(21 Tage)
- Workshop: Grundlagen psychologischer Testverfahren(Kursbetreuung)(21 Tage)
- Mathematik-Auffrischungskurs(Kursbetreuung)(33 Tage)
- AStA-Sitzung(Sitzung)(49 Tage)
- Praxisseminar: Umgang mit Autorität – Führung und Macht(Veranstaltung)(56 Tage)
- Konstituierende SP-Sitzung(Sitzung)(84 Tage)
Newsletter des BdWi vom 26.07.2010
Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi)
Newsletter 5/2010
1. BdWi-Termine und Veranstaltungen
1.1 Arbeitstagung: "Vorfahrt für Bildung!" Bildungs- und
Wissenschaftsfinanzierung in der Krise
1.2 BdWi-Herbstakademie in Werftpfuhl bei Berlin
2. Veröffentlichungen des BdWi-Verlages
3. Ideen, Hinweise und Veranstaltungen uns nahe stehender
Organisationen/Verbände/KollegInnen
-------------------------------------------------------------
1. BdWi-Termine und Veranstaltungen
1.1 Arbeitstagung: "Vorfahrt für Bildung!" Bildungs- und
Wissenschaftsfinanzierung in der Krise
Samstag, 18.09.2010, 10-17 Uhr in Berlin
Veranstalter: AG Alternative Wirtschaftspolitik, BdWi, DGB Berlin-Brandenburg, GEW
Um Anmeldung wird gebeten (s.u.)
„Vorfahrt für Bildung!“
„Vorfahrt für Bildung!“ tönt es aus allen regierungsamtlichen Lautsprechern. Mit
einem Wachstum der Ausgaben für Bildung und Forschung auf zehn Prozent des BIP
bis 2015 soll die „Bildungsrepublik Deutschland“ geschaffen werden. Im
Widerspruch dazu stagnieren die öffentlichen Bildungsausgaben im unteren Drittel
des OECD-Länderrankings. Auf verschiedenen „Bildungsgipfeln“ mit Länderchefs und
Kanzlerin wurde zwar immer wieder rhetorisch das Zehn-Prozent-Ziel bekräftigt,
über die Finanzierung jedoch gibt es keinerlei verbindliche Zusagen. Brüstet
sich der Bund mit zwölf Milliarden Euro Mehrausgaben für Bildung in der
laufenden Legislaturperiode, wird in den Ländern und Kommunen, welche die
Hauptlast öffentlicher Bildungsfinanzierung tragen, unter dem Druck von
Steuerausfällen, auslaufenden Konjunkturprogrammen (2011) und unsinniger
„Schuldenbremse“ der Rotstift angesetzt.
Gleichzeitig versucht man die politisch verschuldete prekäre Situation
öffentlicher Haushalte zu nutzen, um langfristig und nachhaltig die Strukturen
der Bildungsfinanzierung nach dem Muster ‚Mehr für Wenige – weniger für die
Vielen’ zu verändern: für spektakuläre ‚Elitenförderprogramme’ werden
Milliardenbeträge mobilisiert, während die Grundfinanzierung der
Bildungsinstitutionen abgebaut und eine – ohnehin nur die Preissteigerung
ausgleichende – zweiprozentige BAföG-Erhöhung vom Bundesrat verweigert wird.
Das strukturelle Problem eines defizitären Bildungssystems bedarf einer tiefer
lotenden Debatte als es dem ‚offiziellen’ Kurzfristdenken in wahlkampfzyklischen
Versprechungen, Ankündigungen und Buchungstricks entspricht. Auf der Tagung soll
das Thema Bildungsfinanzierung als das grundsätzliche wirtschafts-, sozial- und
verteilungspolitische Problem analysiert und diskutiert werden, welches es in
Wahrheit ist.
Programm:
* Ulrich Thöne (GEW): Von Bildungsgipfel zu Bildungsgipfel zum 10%-Ziel –
eine Chronologie gebrochener Versprechen
* Mechthild Schrooten (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik): Die
wirklichen Ursachen der Systemkrise
* Gunter Quaißer (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik):
Bildungsfinanzierung – vom Rückzug der öffentlichen Hand
-Mittagspause-
* N.N. (DGB Berlin-Brandenburg): Bildungshaushalt in Berlin
* Torsten Bultmann (BdWi): Mehr für die Elite – weniger für die Masse:
wettbewerbliche Fehlsteuerung in der Hochschulfinanzierung
* Reinhard Frankl (GEW): Bessere Bildung ohne ausreichendes Personal - wie das denn?
-Kaffeepause-
* Felix Silomon-Pflug (BdWi): Wettbewerbliches Finanzmanagement und die
Austreibung von Kritik aus den Hochschulen – das Beispiel der
Stiftungsuniversität Frankfurt/Main
* Sonja Staack (BdWi): Vorfahrt für Bildung! Bildung als Ideologie und
Politikersatz im herrschenden Politdiskurs
* Heinz-J. Bontrup (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik): Alternativen
sind machbar: Privatisierung stoppen! Öffentliche Güter ausbauen!
Steuergerechtigkeit herstellen!
abschließend: Gemeinsame Erklärung der Veranstalter
Tagungsort:
DGB Berlin-Brandenburg
Keithstraße 1/3
10787 Berlin
Anmeldung zur Tagung:
Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik
Postfach 33 04 47
28334 Bremen
oder per Mail an memorandum@t-online.de
http://www.bdwi.de/bdwi/termine/event_17463.html
----
1.2 BdWi-Herbstakademie in Werftpfuhl bei Berlin
Bereits im letzten Newsletter hatten wir auf die BdWi-Herbstakademie 2010
hingewiesen. Da mittlerweile das endgültige Programm feststeht, laden wir nun
nochmal herzlich zur Teilnahme ein. Wie jedes Jahr organisiert der BdWi die
Herbstakademie zusammen mit der Stiftung 'Helle Panke' in Werftpfuhl bei Berlin.
Termin: Mittwoch, 22.09.2010, 13.30 Uhr bis Sonntag, 26.09.2010
Thema: »Krise, Kommune, Commons – Strategien der Transformation«
Die Krise des neoliberalen Kapitalismus wird und wurde durch massive
Verschiebung von gesellschaftlichem Reichtum zu Bankensektoren und
Konzernen bearbeitet. Damit rücken Fragen der Organisation des
Gemeinwesens in den Blick: wie ist es politisch verfasst, wie wird es
finanziert, welche Vorstellungen vom Verhältnis von Einzelnen und
Gesellschaft, von Demokratie und Teilhabe, von Öffentlichem und Privatem
werden darin organisiert? Ein Kristallisationspunkt ist die Diskussion um
„Staatsverschuldung“, die – zunächst vermittelt über Kritik an
„griechischen Zuständen“, Behauptungen über Verschwendung und überhöhte
individuelle und gewerkschaftliche Ansprüche – Zustimmung zu
gesellschaftlichen Umbauprojekten von oben organisieren soll. Mit der
absehbaren Verarmung der Kommunen, Privatisierungen und Gebührenerhöhungen
und dem Einfrieren von staatlichen Leistungen und „freiwilligen
Staatsaufgaben“ werden die Kommunen und „das Öffentliche“ wichtige Orte
von Auseinandersetzung. Zu fragen ist nach Konzepten linker Politik und
Transformation, nach theoretischen Konzepten und Auswertungen von
Erfahrungen von Strategien der Vergesellschaftung, von Gemeineigentum und
demokratischer Kontrolle.
Programmablauf:
Mittwoch, 22.9.
14h Begrüßung und Eröffnung
* Sabine Nuss: Streit um Commons / Öffentlichkeit: zwischen Stabilisierung und
Transformation des (neoliberalen) Kapitalismus
* Stephan Kaufmann: Staatsverschuldung: Ideologie und Gewalt.
abends: Vorstellungsrunde, gemeinsames Kennenlernen
Donnerstag, 23.9.
* Thomas Gehrig: Widerstand gegen privateigentümliche Verhältnisse: Wilderei,
Holzdiebstahl und andere historische Formen
* Ralf Hoffrogge: Die Bewegung der Räte. Ein Blick in die Geschichte
* Sabine Reiner: Krise in den Kommunen. Auswirkungen von Wirtschaftskrise und
Schuldenbremse.
Freitag, 24.9.
* Jochen Becker: Kämpfe um Städte. Beispiele aus dem Handgemenge
* Sabine Horlitz: Right to the City und „Sozialismus in einer Stadt“?
* Bernd Röttger: Regionale Sozial- und Wirtschaftsräte als gewerkschaftliche
Transformationsstrategie?
* Gemeinsame Diskussion: Perspektiven von Transformation?
Samstag, 25.9.
* Thomas Sablowski: Krise, Krisenpolitik und die immanenten
Transformationsstrategien der herrschenden Klasse
* Karin Priester: Jenseits von Markt und Staat
* Sabine Horlitz und Oliver Clemens: Commons und Architektur
* Auswertungsdiskussion
Sonntag, 26.9.
* Kristina Dietz: Sozialökologischer Umbau als Kampf um Commons? (angefr.)
* Stefan Schmalz (et al): Selbstverwaltete Betrieben und solidarische Ökonomie
in Lateinamerika: Gemeinsames Produzieren für den Markt? Chancen und Grenzen von
Belegschaftseigentum
Infos zum Programm: http://www.bdwi.de/bdwi/termine/event_17464.html
Tagungsleitung: Christina Kaindl
Anmeldung erforderlich, bitte an: bdwi@bdwi.de
Teilnahmebeitrag: 50 Euro inkl. Unterbringung und Vollverpflegung, 100 Euro
im Einzelzimmer
Überweisungen an:
BdWi
Volksbank Mittelhessen
BLZ: 513 900 00
Konto: 164 088 08
Für BdWi-Fördermitglieder ist die Teilnahme kostenfrei.
2. Veröffentlichungen des BdWi-Verlages
Sonja Marko / ver.di Bundesvorstand / Bereich Migration (Hg.)
Emilija Mitrović: Menschen ohne Papiere
Zur Lebenssituation von Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere in Hamburg:
Bildung – Gesundheit – Arbeit
Auszüge aus der Studie »Leben ohne Papiere« im Oktober 2009; Diakonisches Werk
Hamburg
in Kooperation mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di
BdWi-Verlag
ISBN 978-3-939864-12-7
12,00 EUR
Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Migrantinnen und Migranten ohne Papiere
sind in den letzen Jahren verstärkt in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung
gerückt. Davon zeugen auch mehrere wissenschaftliche Studien, die vornehmlich in
deutschen Großstädten durchgeführt wurden. Die neueste Studie ist in Hamburg vom
Diakonischen Werk in Kooperation mit dem ver.di – Landesbezirk Hamburg in
Auftrag gegeben worden. Dokumentiert werden in diesem Band Auszüge aus den
Ergebnissen der Studie, die insbesondere für die gewerkschaftliche Diskussion
und Praxis relevant sind. Sie sollen zu einer fundierten Weiterentwicklung der
politischen Diskussion innerhalb und außerhalb der Gewerkschaften beitragen.
Erscheint September 2010.
3. Ideen, Hinweise und Veranstaltungen uns nahe stehender
Organisationen/Verbände/KollegInnen
In dieser Rubrik geht es nicht darum, dass wir uns mit fremden Federn
Schmücken wollen. Wir werden aber häufiger von KollegInnen gebeten, auf Projekte
und Veranstaltungen hinzuweisen, an denen sie sich beteiligen und die für den
BdWi interessant sein könnten. In der Regel kommen wir dem gerne nach.
* Gisela Notz (BdWi-Beirat) gibt zum neunten Mal den (Wand-) Kalender
»Wegbereiterinnen« (2011) heraus. Er bietet Potraits von zwölf Frauen, »die sich
in Politik, Gewerkschaften, im Widerstand, in der Kunst oder als
Schriftstellerinnen für die Rechte der Frauen eingesetzt haben.« Nähere
Informationen dazu:
* Der BdWi ist von der Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG) gebeten worden,
eine Initiative mit zu unterstützen, deren Ziel es ist, dass ein im Jahre 2008
zwischen der Universität zu Köln und dem Chemiegiganten Bayer AG geschlossener
Kooperationsvertrag veröffentlicht wird. Über Einzelheiten informiert ein
Artikel in der Frankfurter Rundschau (21.7.2010):
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/287223...
** Die Sache hat also an Dynamik dadurch gewonnen, dass mittlerweile auch der
Landesdatenschutzbeauftragte von NRW die Veröffentlichung der Rahmenvereinbarung
fordert. Zu einer Chronologie der Kampagne und zu einer Unterschriftensammlung,
mit der wir alle die Forderung nach Öffentlichkeit unterstützen können, verhilft
der folgende Link:
http://www.cbgnetwork.org/2730.html
* Von der Organisation »Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung e.V. (WEED)«
sind wir gebeten worden auf eine internationale Initiative hinzuweisen, die sich
gegen Ausbeutung in der Computerindustrie richtet. Zum Aufruf »Buy it fair!«,
den jedeR mit seiner/ihrer Unterschrift unterstützen kann, geht es hier:
http://procureitfair.org/petition/german
* Einige BdWi-KollegInnen referieren in Workshops auf der Sommerschule des
Instituts Solidarische Moderne vom 24. bis 26.September in Frankfurt. Thematisch
ist die Sommerschule der Idee einer »grundlegenden Bildungsreform« gewidmet. Das
Programm ist ab Mitte August hier einzusehen:
http://www.solidarische-moderne.de/de/topic/40.summerfactory.html
* Das Promotionskolleg »Demokratie und Kapitalismus« an der Uni Siegen
veranstaltet am 1./2.Oktober 2010 eine interdisziplinäre Tagung "Perspektiven
der Demokratie - Gesellschaftspolitische Interventionsmöglichkeiten im
Spannungsverhältnis zwischen Demokratisierung und kapitalistischen Strukturen"
in Düsseldorf. Unter den ReferentInnen sind auch BdWi-KollegInnen. Infos und
Anmeldung:
http://www.perspektivenderdemokratie.de oder
anmeldung@perspektivenderdemokratie.de
---
Mit herzlichen Grüßen
Torsten Bultmann und Steffen Käthner
Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler / BdWi
Gisselberger Str. 7, 35037 Marburg
Tel: (06421) 21395, Fax: (06421) 163266
E-Mail: bdwi@bdwi.de
Internet: www.bdwi.de
-----------------------------------
Seit seiner Gründung 1968 engagiert sich der BdWi für eine Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung. Er bezieht auf Kongressen, in wissenschaftlichen Publikationen und politischen Stellungnahmen öffentlich Position zu Fragen von Wissenschaft, Forschung und Hochschulentwicklung. Im BdWi haben sich über tausend Natur-, Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen zusammengeschlossen. Sie alle verbindet ihr gemeinsames Interesse an einer emanzipatorischen Wissenschafts- und Bildungspolitik. Der BdWi lebt dabei von seinen Mitgliedern: Sie finanzieren die Arbeit und engagieren sich ehrenamtlich. Ob ProfessorIn, WissenschaftlerIn oder Studierende gemeinsam versuchen die Mitglieder des BdWi, die bildungs- und wissenschaftspolitische Debatte zu beeinflussen. Mitglied werden kann man unter http://www.bdwi.de/bdwi/mitglied/index.html, auch (steuerlich absetzbare) Spenden sind immer gerne gesehen.
Wenn Sie Ihr Abonnement dieses Newsletters beenden möchten, können Sie
sich mit Ihrer E-Mail-Adresse hier aus der AbonnentInnen-Liste austragen:
http://www.bdwi.de/mailinglisten/newsletter
Der BdWi ist nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich.
-------------------------------------
eingestellt von Ulrike Breth, AStA-Referentin für Hochschulpolitik
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
- News Hochschulpolitik per E-Mail senden
Druckversion
