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Resolution des Studierendenparlaments der FernUniversität in Hagen VG Wort Diesen Text vorlesen lassen

Mit großer Empörung nimmt das Studierendenparlament an der FernUniversität in Hagen den neuen Rahmenvertrag zur Vergütung von digitaler Literatur an öffentlichen Hochschulen zur Kenntnis, der zwischen der Verwertungsgesellschaft Wort und der Kultusministerkonferenz der Länder geschlossen wurde. Dieser Vertrag soll zum 1. Januar 2017 in Kraft treten. 

Wir teilen die Auffassung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), dass eine angemessene Vergütung für die Autorinnen und Autoren der wissenschaftlichen Werke erforderlich ist und dass in der modernen Lehre, insbesondere in der Fernlehre, ohne § 52a UrhG ein wissenschaftliches Arbeiten praktisch nicht mehr möglich ist. Diese beiden Punkte müssen kein Gegensatz sein, wie die bisherige pauschale Vergütung zeigte.

Das von den Verlagen erzwungene neue Verfahren, das eine elektronische Meldung jeder Einzelnutzung und die Euro-genaue Berechnung pro Seite und Nutzer vorsieht, stellt dagegen eine extreme Bürokratie dar, die auf Kosten der Lehre stattfindet. Die VG Wort will scheinbar damit die Hochschulen ins 19. Jahrhundert zurückbefördern.

Wir Studierenden der FernUniversität in Hagen zeigen uns daher solidarisch mit unseren Professoren und Professorinnen. Wir wollen keine antiquierte Lehre mit ewig langen Schlangen vor Kopiergeräten.

Die Antwort der VG Wort auf das zugrundeliegende Urteil des Bundesgerichtshofes vom 21.4.2016 stellt ein Bürokratiemonster dar, das das wissenschaftliche Arbeiten an den Hochschulen extrem einschränkt und den Studienerfolg unserer Kommilitoninnen und Kommilitonen gefährdet.

Wir fordern die Lehrenden und die Hochschulen auf: Akzeptiert diesen ungerechten Rahmenvertrag nicht, unterschreibt keine Verträge dieses Inhalts mit der VG Wort. Gefährdet die wissenschaftliche Arbeit und Lehre an der Universität nicht und verzichtet auf die Löschung aller Online-Skripte und Lehrmaterialien. Alle Hochschulen fordern wir auf: Schützt eure Lehrenden und Studierenden vor diesem Wahnsinn.

Die VG Wort fordern wir auf, sich endlich im Sinne einer modernen und zeitgemäßen Lehre zu bewegen und dieses bürokratische Monster wieder einzufangen. Wir Studierenden werden alle Lehrenden, die von der VG Wort wegen des Verstoßes gegen diese absurden Regeln verklagt werden, unterstützen und jeden Fall öffentlich machen.

Alle Abgeordneten, Parteien und sonstigen Entscheidungsträger und -trägerinnen bitten wir dringend, sich diesem Rückschritt, der auch lebenslanges Lernen, Online-Lernen und Fernlehre nahezu unmöglich macht, mit aller Kraft entgegenzustellen und gegenüber der unverantwortlichen VG Wort klarzustellen, dass der Gesetzgeber derartigen Unsinn keinesfalls im Sinn hatte.

 

Es ist dringend erforderlich, hier umgehend zu einer Situation zu gelangen, die moderne Lehre ermöglicht, unbürokratisch ist und Perspektiven für die Weiterentwicklung von Hochschulen und Gesellschaft eröffnet.

Für Rückfragen stehen Ihnen Dr. Bernd Huneke und Carsten Fedderke unter der Mailadresse hopo@asta-fernuni.de zur Verfügung. 

Download der PM als PDF

 



Autor: Jens Beuerle -- 06.12.2016; 17:50:09 Uhr



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